Nicholi Rogatkin

„Der richtige Grip ist elementar!“

Nicholi Rogatkin gibt sich die Ehre

Hoher Besuch in der Off-Season

Nicholi Rogatkin schaut bei uns in Koblenz vorbei. Der Superstar kommt zwar nicht nur zum Plaudern, trotzdem verrät er, warum Siegertypen auch beim Slopestyle auf Ergonomie setzen.

Nicholi Rogatkin
Nicholi Rogatkin (USA)
Geburtstag:
Wohnort: Lincoln, USA
Disziplin: MTB-Slopestyle
Größte Erfolge: Gewinner District Ride Nürnberg 2017
Freeride Mountainbike Weltmeister 2016
Gewinner FISE World Series 2016
Pro seit: 2008

2017 faszinierte er über 40.000 Fans beim District Ride in Nürnberg mit der Weltpremiere des „Corked 1440“.

Das Feedback der Ergon Factory Rider ist bei allen Produkten wichtiger Bestandteil unserer Entwicklungsphilosophie. Auch Nicholi liefert wichtigen Input für unsere Entwickler, obwohl er mit den konischen GD1-Griffen und dem SMD2-Sattel schon super zurechtkommt. Im Gespräch mit Industriedesigner Chris Vollmer entsteht die Idee, eine „Slopestyle-Version“ des SMD2-Sattels zu entwerfen. Diese wird zunächst am Computer speziell auf Nicholis Anforderungen zugeschnitten. Und zwar sofort ...

Gesagt, getan: Wie von Nicholi vorgeschlagen, polstert Chris am Rechner den Sattel stärker auf. Das heißt: Er verwendet ein dickeres Padding. In der Simulation nimmt der Prototyp nach und nach Gestalt an. Anschließend wird das dickere Polster direkt bei uns im Haus an der CNC-Schaumfräse gefertigt. Hierfür sendet Chris den Entwurf aus dem Computer an die Fräse, und der Schaumstoff erhält schnell die gewünschte Form:

Der 22-Jähige ist sichtlich fasziniert: Eben noch war der Spezialsattel im Gespräch mit Chris nur eine Idee, wenig später hält er seine individuelle Slopestyle-Variante des SMD2 bereits in den Händen – das Know-how und die schnelle professionelle Umsetzung im Entwicklungsprozess von Ergon-Sätteln beeindrucken selbst den Weltklasse-Athleten. Auf sein Feedback zu unserer Slopestyle-Sonderanfertigung sind wir schon jetzt gespannt.

Einmal mehr wird ein entscheidender Vorteil der Entwicklung und Entwurfherstellung im eigenen Haus deutlich: Wir setzen Visionen und Konzepte direkt und unkompliziert um, gewinnen so sehr schnell einen realistischen Eindruck von Form und Funktion. Das verkürzt den Weg bis zur Serienreife deutlich, der Zeitgewinn ist immens. Neben den Sattel-Entwürfen entstehen auf diese Art auch Samples für andere Produkte aus der Ergon-Palette, wie zum Beispiel Griffe.

Ein neuer Sattel liegt neben dem SMD1.

„Keine Angst“

Nach dem Austausch über Produktentwicklungen stand natürlich auch Nicholi selbst im Fokus unseres Interesses. Niels und Benny vom Online Marketing nutzten die Gelegenheit für ein sehr persönliches Gespräch in entspannter Atmosphäre:

Ergon: Nicholi, wie lange dauert es bei dir normalerweise, bis so ein heftiger Trick wie der 1440er richtig sitzt?

Nicholi: Das kommt drauf an. Gerade einen größeren Trick schüttelst du nicht mal eben aus dem Handgelenk. Es bedarf entsprechender Vorbereitung, wobei ich hier auch viel im Luftkissen trainiere. Aber bei gewissen Tricks tut man sich auch schwer, und es kann eine gefühlte Ewigkeit dauern, bis der komplett clean sitzt.

Ergon: Sounds challenging, aber inwiefern ist Ergonomie wichtig für dich?

Nicholi: Enorm wichtig! Der richtige Grip ist bei meinen umfangreichen Rotationstricks elementar. Hier achte ich auf die entsprechende Textur des Griffes oder dessen Compound. Besonders wichtig ist mir der Innenstopp an meinem GD1, der dabei hilft, das innere Ende des Griffes einfach zu fühlen – ohne hinsehen zu müssen.

Nicholi erklärt den Interviewer wie wichtig der GD1-Griff für ihn ist.

Ergon: Was war da in Utah bei der Rampage 2016 los? Wie darf man sich das vorstellen, was ging dir durch den Kopf bei deinem derben Absturz? Beschäftigt dich das heute noch?

Nicholi: Ich hatte keine Angst zu sterben. Im ersten Moment ging es mir darum, die Situation zu meistern, und das habe ich zum Glück geschafft – mit Kratzern im Gesicht und kleinen Prellungen. Ob obendrein mental was bei mir hängen geblieben ist, kann ich verneinen. Allerdings denke ich oft daran, was kleine Fehler für große Auswirkungen haben können.

Ergon: Wahnsinn, wie es dir gelingt, das Motivationslevel über die gesamte Saison hochzuhalten. Was ist dein Geheimnis?

Nicholi: Super wichtig sind die Fans. Daraus ziehe ich so viel! Da sind zum einen die Familien. Die kommen mit ihren Kids zum Contest und erzählen mir, dass ich für den kleinen Nachwuchs ein Vorbild bin und die Kids wegen mir mit Biken angefangen haben. Das sind die coolen Momente, aus denen ich meine Motivation ziehen kann! Ich repräsentiere unseren Sport, und meine Art zu biken hat einen Einfluss auf Fahrer und Menschen. Ich – und wir – sind eine Inspiration für die Menschen. Das ist ein gutes Gefühl und motiviert mich jeden Tag aufs Neue.

Ergon: Eine tolle Erfahrung, den Sport so zu leben, wenn ein Kreislauf aus Geben und Nehmen daraus entsteht. Und wie sieht’s aus? Was treibst du so in der Off-Season?

Nicholi: Ich freue mich darauf, wieder zu Hause sein zu können. Ich stelle dann erst einmal mein Bike in die Ecke, mache andere Sportarten und verbringe viel Zeit mit meiner Familie, was in der Saison so nicht möglich ist.

Ergon: Okay, dann wollen wir dich jetzt nicht länger aufhalten und wünschen dir erst einmal eine ruhige und besinnliche Zeit mit deiner Familie. Danke, dass du hier warst – wir sehen uns im kommenden Jahr …

Nicholi signiert ein verpacktes GD1-Griff

Zum Schluss signierte Nicholi uns Give-aways für unsere Facebook und Instagram Verlosung 2018.

Er signiert den SMD1-Sattel

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