EM-Silber für Alban Lakata

EM-Silber für Alban Lakata

Marathon-Weltmeister Alban Lakata fügt seiner Medaillensammlung eine weitere Plakette hinzu. Der Topeak-Ergon-Athlet gewinnt bei den Marathon-Europameisterschaften im slowakischen Svit die Silbermedaille. Kristian Hynek verpasst wegen eines Defektes knapp das Podest.

Extreme 130 Kilometer und ein zackiges Profil mit bis zu zehn Kilometer langen Anstiegen – so eine anspruchsvolle Europameisterschafts-Strecke haben Alban Lakata und Co. schon lange nicht mehr unter die Stollenreifen bekommen. Dazu kamen am Sonntag noch regnerische Bedingungen, kühle Temperaturen und dichter Nebel. 

„Ich bin mit den Verhältnissen nicht so besonders gut zurechtgekommen“, gestand Alban. „Aber ich will nicht jammern, mit meiner Leistung bin ich zufrieden.“ Mit der sechsten EM-Medaille im Gepäck, gab es auch keinen Grund die Hohe Tatra unzufrieden zu verlassen.

Dass er am längsten Anstieg ab Kilometer 50 den Portugiesen Tiago Ferreira ziehen ließ, das hatte taktische Gründe. „Ich dachte, das macht sich am Ende bezahlt“, erklärte Alban. Das tat es auch, denn der Österreicher fuhr auf der zweiten Hälfte der Distanz noch von Position fünf auf Rang zwei nach vorne. Tiago Ferreira konnte er allerdings nicht mehr einholen.

„Der war heute sehr stark. Ich hatte schon gehofft, dass er müde wird, aber das ist nicht passiert“, verriet der Albanator, der im Ziel 3:37 Minuten Rückstand aufwies. Was bei einer Siegerzeit von 5:40:12 Stunden so viel dann auch wieder nicht ist. „Es zeigt, dass ich mich auf einen Höhepunkt fokussieren kann“, so der Weltmeister, der damit seine 13. internationale Medaille einstrich – so viele wie im Marathon-Bereich kein anderer Fahrer vorweisen kann.

Fast hätte es noch eine zweite EM-Medaille für das Topeak-Ergon Racing Team gegeben. Doch Kristian Hynek hatte bereits nach 32 Kilometern einen Defekt. Sein Versuch ihn selbst zu beheben blieb leider erfolglos und Kristian musste das Rad wechseln. Nach 65 Kilometern wurde er mit sage und schreibe 5:45 Minuten Rückstand an 18. Stelle notiert.

„Ich wollte fast schon aufgeben, es war kalt und ich habe gefroren, aber ich wusste, es sind noch vier Stunden zu fahren.“ Und Kristian sollte Recht behalten. Bis auf Platz fünf fuhr er sich noch nach vorne. Ärgerlich, dass er im unübersichtlichen Schlussabschnitt seine beiden Konkurrenten Karl Platt und Luis Pinto nicht vor sich wahrnahm.

„Wenn ich die zwei Minuten früher gesehen hätte, wäre Bronze noch drin gewesen“, meinte Kristian. Aber er sah sie erst wenige hundert Meter vor dem Ziel und am Ende fehlten nur lächerliche neun Sekunden auf das Edelmetall. „Über das Ergebnis bin ich schon enttäuscht, aber mit meiner Verfassung kann ich sehr zufrieden sein“, sagte der EM-Dritte von 2016.