Anselm Nathanael Pahnke

Anselm Pahnke an seinem Fahrrad
  • Name: Anselm Nathanael Pahnke
  • Time on the road: 2.9 years
  • Kilometers cycled: 35.000
  • Visited Countries: 35

Anselm Nathanael Pahnke

Anselm Nathanael Pahnke ist 27 Jahre alt, Geophysiker, kommt aus Hamburg und bereist seit 2,9 Jahren die Welt. Nach 30.000 Kilometern und 33 durchquerten Ländern hat er den Kreis in Laos wieder geschlossen. Ein Ende seiner Reise und seinen täglichen Abenteuern sind im Moment aber noch nicht in Sicht.

Wo warst Du schon überall und wo musst Du unbedingt noch hin?

Viele Touren lagen anfangs in Europa, zum Beispiel entlang des Mittelmeers von Portugal bis Griechenland. Die erste große Tour führte mich aber noch Jahre davor alleine über die gigantischen Rocky Mountains bis Vancouver Island in Kanada.

Nun bin ich im großen China, es liegen 25.000 km hinter mir. Eine eher ungewöhnliche Route führte mich hierher, nachdem ich in Südostasien unter anderem Myanmar und die Philippinen behandelt habe. Von Südafrika einmal im Zick Zack Kurs durch das wilde riesige Afrika bis nach Israel. Von dort mit dem Flugzeug und ein paar verbotenen Tricks in den Iran und stets gen Osten über das Dach der Welt, dem Pamir, ging es runter über Kirgisistan und Kasachstan nach China. Ich reise recht spontan, daher kommt so eine Route zustande.

Gab es Pannen unterwegs und falls ja, welche?

Ich war im ägyptischen Gefängnis, da ich versucht habe den Suez Kanal mit einer kleinen Fähre zu überqueren, weswegen ich auf spektakulären Art festgenommen wurde und in Folge sämtliche Speichermedien und ein 72 Seiten Protokoll abgeben musste. An der Grenze zum Kongo wurde ich von Park-Rangern aufgespürt und musste mich teuer freikaufen. Afrika ist voller Abenteuer aber auch viel sicherer als man annimmt. Zuletzt ist mein Stahlrahmen gebrochen. Ließ sich aber schweißen.

Dein ultimativer Tipp für das Reisen mit dem Fahrrad?

Mach dein Ding für dich und nicht für die Anderen. Lass dich inspirieren und gebe dir deine persönlich maximale Flexibilität die es dir erlaubt so wenig wie möglich in der Zukunft zu leben. Sprich, wenig zu planen und dort zu sein wo du bist. Viele Radler kommen in ein Land und sind in Gedanken schon im nächsten. Und versuche deine Reise unvoreingenommen zu erleben. Ein Abenteuer lässt sich nicht planen, es kommt auf einen zu.

Was ist schwerer: Losfahren oder Wiederkommen?

Ich hatte da so meine Probleme der Freiheit zu vertrauen. Nach dem geregelten Leben daheim plötzlich täglich neu alle Möglichkeiten zu haben, erwies sich schwerer als gedacht. Da ich nie geplant hatte so lange fort zu sein, war der Entschluss und der Abschied leicht. Die Heimkehr stelle ich mir als eine neue Herausforderung vor, die aber machbar ist.