Richie Schley

Richie Schley springt von einer Rampe über einen vorbeifahrenden Wagen
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Richie Schley
Ergon Factory Rider
  • Richie Schley
  • Mountainbike Legende
  • Laguna Beach, Kalifornien

Richie Schley

Der amerikanische Freeride-Pionier braucht keine großen Erfolge auf dem Contest-Sektor um als Lichtgestalt am Mountainbike-Himmel zu scheinen, gilt er doch weltweit als einer der besten und stylishsten Rider der Welt. Kaum ein anderer Fahrer in der MTB-Szene verkörpert das Bild vom lässigen Biker mehr als der Fahrer aus Whistler in British Columbia.

Wie sieht ein typischer Tag im Leben eines Mountainbike-Profis in Californien aus?

Der Tag beginnt mit einem ordentlichen Cappuccino. Es folgen ein paar Stunden Arbeit am Computer mit Interview-Planung, Social Media und allem was der Job sonst noch mit sich bringt. Im Anschluss gibt’s Bewegung, meistens auf dem Mountainbike. Seitdem mich das Stand Up Paddling- und Surffieber gepackt hat, gehört aber auch das Checken der aktuellen Surfbedingungen zu meinem Tagesablauf. Wenn es die Konditionen zulassen, bin ich auf dem Wasser. Die Bike Trails hier sind immer gut, also muss man jede Chance zum Surfen nutzen.

In Laguna Beach enden die Tage üblicherweise mit epischen Sonnenuntergängen. Und das wird regelmäßig mit Freunden gefeiert, solange kein abendliches Fotoshooting ansteht. Abendessen, Wein trinken, schlafen und alles wieder von vorne!

Richie Schley vor einem Sonnenuntergang

Ist das der Lebensstil von dem du immer geträumt hast?

Definitiv ist das der Lebensstil, von dem ich immer geträumt habe, denn ich besitze unheimlich viel Freiheit. Und Freiheit bedeutet für mich alles.

Was fasziniert dich am Mountainbiken?

Ich bin vor allem von der ganzen Technologie begeistert. Die Produkte entwickeln sich immer weiter und werden immer besser, auch wenn man meint, dass es nicht mehr besser werden kann. Das bringt mich nicht nur weiter sondern auch an mehr Orte und ich kann coolere Sachen machen.

Richie Schley während eines Sprungs im Wald

Wie bist du Mountainbike-Profi geworden, ohne an Wettbewerben teilgenommen zu haben?

Ich war Freeride Skifahrer und habe zum Ausgleich im Sommer meine BMX Skills mit in die Berge genommen. Einige Fotografen haben Brett Tippie und mich dabei beobachtet. Für sie war es das Verrückteste, was sie je auf einem Bike gesehen haben. Die Bikeindustrie konzentrierte sich zu der Zeit voll auf Wettkämpfe, aber nicht auf so etwas lässiges und cooles. Es war wie die Ski-, Snowboard- und Surfkultur. Ich habe die Chance gesehen in diesem Hype Sponsoren zu finden und mit Firmen zusammen zu arbeiten. Der Rest ist bekannte Geschichte.

Zusammen mit Wade Simmons und Brett Tippie giltst du als Pioneer des Freeride Mountainbikings – Was sind deine Erinnerungen an die Zeit als Rocky Mountain Freerider?

Es war der Wahnsinn! Wir drei kennen uns von klein auf und sind zusammen um die Welt gereist, von der wir vorher nicht viel gesehen haben. Überall haben uns Leute ihre absoluten Top Spots gezeigt und wir haben die Grenzen des Machbaren verschoben. Ein wahrgewordener Traum. Ich liebe die Jungs! Dank Ale Di Lullo versuchen wir immer noch einen Trip pro Jahr zusammen zu machen.

Wie hat sich das Freeriden von dieser Zeit in den 90ern bis heute verändert?

Heute dreht sich viel um Wettbewerbe, was nie meine Idee hinter dem Freeriden war, aber gut für die Entwicklung des Sports ist. Die Sprünge sind größer, die Tricks so viel technischer und die Bikes um Welten besser.

Hast du Tipps für Hobby Biker?

Habt Spaß, lasst euch professionell unterrichten und versucht sicher zu fahren, denn Verletzungen können euch ein Leben lang begleiten. Aber am wichtigsten ist, dass ihr einmal im „Sea to Sky“ Korridor zwischen Vancouver und Pemberton gefahren seid, denn das ist atemberaubend!

Wie wichtig ist Ergonomie für dich, speziell für technisches Fahren?

Sehr wichtig! Das ist auch der Grund wieso ich bereits so lange für Ergon fahre. Hier bekommst du für jedes Problem die perfekte Lösung. Zudem wird sich das Feedback der Fahrer zu Herzen genommen und in den Produkten umgesetzt.

„Am Anfang hatte niemand an das geglaubt was wir machten – aber wir hatten Erfolg.“